September 2026
Am 15. September besuchten wir das Kennedy Space Center von morgens bis in den frühen Nachmittag. Für diesen Tag hatten wir eine Fototour gebucht. Das Gelände ist so weitläufig, dass wir zwischen den einzelnen Stationen oft 15 Minuten oder länger mit dem Bus unterwegs waren. Allein diese Fahrten machten deutlich, wie groß der Raumhafen ist.



Unser erster Halt war The Gantry at LC-39, die neue vierstöckige Aussichts- und Erlebnisstation des Besucherzentrums. Von den Ebenen aus blickt man auf die aktiven Startanlagen rund um Launch Complex 39 und kann die Infrastruktur des Raumhafens aus verschiedenen Höhen betrachten. Zu der Station gehört auch eine Raketen-Simulation: Ein kleiner Modellträger wird auf eine Startplattform gesetzt, anschließend läuft ein Countdown. In der interaktiven Rocket-Builder-Station lässt sich außerdem eine missionsbezogene Rakete entwerfen und virtuell testen. Der Besuch verband damit Aussicht, Technikvermittlung und ein wenig spielerische Raumfahrtbegeisterung.


Danach ging es weiter zur Banana Creek Launch Viewing Area. Dort stehen Außentribünen mit Blick über Banana Creek auf die Startanlagen. Bei ausgewählten Starts werden von solchen offiziellen Sichtbereichen aus auch Fernseh- und Dokumentationskameras eingesetzt. Den Namen konnten wir damals nicht festhalten; die Zuordnung bleibt deshalb als wahrscheinlich gekennzeichnet.



Auf der Weiterfahrt kamen wir an der Apollo-Startrampe vorbei und erreichten anschließend das Apollo/Saturn V Center. Dort sahen wir mehrere Filme und Ausstellungen zur Geschichte des amerikanischen Raumfahrtprogramms und zur ersten Mondlandung. Besonders eindrucksvoll war die vollständig aufgebaute Saturn-V-Rakete: Ihre Stufen, Triebwerke, Verbindungselemente und die verschiedenen Abwurfstufen sind in der Halle so präsentiert, dass der Blick unter und entlang der Rakete möglich ist. Sie wirkt dadurch beinahe schwebend unter der Decke.




Die Ausstellung machte die Dimensionen des Apollo-Programms unmittelbar erfahrbar. Neben der großen Rakete erzählen originale Raumfahrzeuge, Mondgestein, Raumanzüge und die Filmvorführungen davon, wie aus einer politischen Zielsetzung eines der größten technischen Projekte des 20. Jahrhunderts wurde. Für uns war es ein sehr imposanter Tag mit vielen starken Bildern.






Nach dem Besuch erledigten wir noch einige Einkäufe und fuhren anschließend zurück zu unserem Camp. Am nächsten Tag ging die Reise weiter.
