Long-Island bis Washington

20.–23. August 2026

Abschied von Long Island

Nachdem wir Montauk verlassen hatten, ging es über Southampton nach Riverhead. Unterwegs holte ich die zwei vorbestellten Stangen Drum-Tabak ab, anschließend erledigten wir noch einige Einkäufe.

Am Orient Point hatten wir Glück: Wir erwischten eine Fähre, die schon 20 Minuten später ablegte. Bei ruhiger See und Abendstimmung setzten wir nach New London über.

Weil es langsam spät wurde, steuerten wir direkt den gebuchten Campingplatz in einem nahe gelegenen Waldgebiet an. Dort wurden wir allerdings nicht eingelassen: Hunde waren nicht erlaubt. Bei der Buchung hatte man uns das nicht gesagt.

Immerhin bekamen wir Hinweise auf alternative Plätze zum Freistehen. Den ersten konnten wir wegen einer Baustelle nicht nutzen. Den zweiten, einen Park&Ride-Platz neben der Schnellstraße, fanden wir erst nach Einbruch der Dunkelheit und bei starkem Regen. Die Suche war mühsam, die Nacht zum Glück relativ ruhig. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Washington, D.C.

Zwischenstopp bei Cabela’s in West Hamburg

Unser nächster Übernachtungsstopp war das Firmengelände von Cabela’s in West Hamburg. Das Geschäft war riesig: Jagd-, Sport- und Outdoorbedarf, Waffen und Freizeitkleidung. Im Gebäude gab es aufwendig gestaltete Tier- und Landschaftsszenen, vom Dschungel bis zu Eisbären.

Auch draußen war alles eine Nummer größer. Neben mehreren Hundert Pkw-Parkplätzen gab es nach unserer Schätzung tatsächlich rund 200 Wohnmobilstellplätze. Eine Entsorgungsstelle war vorhanden, Wasser und Strom dagegen nicht.

Wir verbrachten dort eine ruhige Nacht – wenn auch in leichter Schräglage.

Ankommen im Cherry Hill Park

Am Morgen reservierte ich einen Stellplatz im Cherry Hill Park bei Washington. Schon am frühen Nachmittag waren wir dort und konnten uns vor dem Sightseeing am nächsten Tag etwas erholen.

Der Platz war schön angelegt und bot viele Freizeitmöglichkeiten. An unserem Stellplatz hatten wir Wasser, Strom und Abwasseranschluss. Nur der hauseigene Online-Burger-Lieferservice funktionierte nicht. Also holten wir uns unsere Burger selbst am Kiosk ab.

Washington, D.C.

Zunächst mussten wir einen Parkplatz für den Unimog finden. Das war ohnehin nicht einfach, und zahlreiche Straßensperrungen machten es noch schwieriger. An diesem Tag fand der Freedom 250 Grand Prix of Washington, D.C. statt, ein Rennen der NTT INDYCAR SERIES. In der Stadt waren viel Polizei und Militär unterwegs, ständig kreisten Hubschrauber, und es gab Flugvorführungen.

Vom Parkplatz aus gingen wir am Washington Monument vorbei zum Weißen Haus. Wegen Bauarbeiten, Absperrungen und Zäunen war davon leider wenig zu sehen. Sicherheitskräfte schickten uns zur Nordseite beziehungsweise zum Haupteingang. Dort konnten wir immerhin einen kleinen Blick erhaschen.

Ein Mann von einer Anti-Hass-Kampagne gab uns dann einen guten Tipp: Alfonso, der Portier im gegenüberliegenden Hotel „Thee Lafayette“, ermöglichte Führungen auf die Dachterrasse. Das ließen wir uns nicht entgehen. Von oben konnten wir deutlich mehr vom Weißen Haus sehen.

Anschließend pfiff uns ein Kollege von Alfonso ein Taxi herbei, das uns zum Kapitol brachte. Wir kamen genau um 13 Uhr an, gerade rechtzeitig für eine kurze Flugvorführung mit einem Tarnkappenbomber. Das ging so überraschend schnell, dass nur ein kurzer Schnappschuss gelang.

Wir nahmen uns etwa eine Viertelstunde Zeit, um das Kapitol und den Obersten Gerichtshof zu bestaunen. Dann brachte uns das wartende Taxi zurück zum Mogstar. Wir mussten weiter: Noch am selben Abend wollten wir den Shenandoah Nationalpark erreichen und möglichst vor Schließung der Eingangsstelle einen Nationalparkpass kaufen.

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