New York City – mit dem Mog mitten durch Manhattan

Rushhour, Hitze und ein zu niedriger Tunnel

Unser eigentliches Ziel lag auf der anderen Seite Manhattans in New Jersey. Dort hatten wir einen Platz gefunden, von dem aus sich New York relativ problemlos erreichen ließ und von dem man teilweise direkt auf die Skyline von Manhattan blickte.

Die Anreise dorthin entwickelte sich allerdings zu einem kleinen Abenteuer.

Wir kamen am späten Nachmittag in New York an und fuhren tatsächlich mit unserem Mog quer durch Manhattan.

Wer schon einmal während der Rushhour in New York unterwegs war, kann sich ungefähr vorstellen, wie entspannt das mit einem ausgewachsenen Expeditions-Unimog ist.

Stop-and-go.

Ampeln.

Taxis.

Busse.

Lieferfahrzeuge.

Fahrräder.

Menschen.

Und dazu hochsommerliche Temperaturen.

Irgendwann näherten wir uns dem eigentlich geplanten Tunnel Richtung New Jersey – nur um festzustellen, dass unser Mog dafür schlicht und ergreifend zu hoch war.

Also nichts mit Tunnel.

Wenden beziehungsweise umplanen und noch einmal einen Umweg von gut 15 bis 20 Kilometern fahren, um über eine geeignete Brücke auf die New-Jersey-Seite zu gelangen.

Natürlich weiterhin mitten in der Rushhour.

Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit.

Stunden später, ziemlich durchgeschwitzt und mit einer völlig neuen Wertschätzung für freie Landstraßen in New Hampshire, erreichten wir schließlich unseren Stellplatz in New Jersey.

Dort blieben wir zwei Nächte.

Ein Tag Manhattan

Am nächsten Morgen tauschten wir den Mog gegen öffentliche Verkehrsmittel und unsere eigenen Füße.

Heute stand New York City auf dem Programm.

Unser erster Weg führte uns zum World Trade Center und Ground Zero.

Auch wenn man die Bilder aus Fernsehen und Internet unzählige Male gesehen hat, ist es etwas völlig anderes, tatsächlich dort zu stehen. Die beiden großen Memorial Pools an den Standorten der ehemaligen Twin Towers hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck.

Von dort liefen wir weiter durch Lower Manhattan Richtung Wall Street.

Natürlich durfte dort auch das obligatorische Foto mit dem berühmten Charging Bull, dem bronzenen Börsenbullen, nicht fehlen.

Anschließend entschieden wir uns für eine etwas bequemere Form der Stadterkundung und stiegen in einen Hop-on-Hop-off-Bus.

Für eine Stadt wie New York eigentlich ideal.

Man sitzt etwas erhöht, bekommt einen guten Überblick und kann gleichzeitig all diese berühmten Straßenschluchten, Hochhäuser und Plätze auf sich wirken lassen, deren Namen man seit Jahrzehnten kennt.

Broadway.

Empire State Building.

Fifth Avenue.

Central Park.

Times Square.

New York ist laut, hektisch, riesig – und gleichzeitig faszinierend.

Mittags machten wir genau das, was man als Tourist in New York vermutlich irgendwann einfach tun muss:

Wir aßen mitten am Times Square.

Ringsherum Leuchtreklamen, riesige Displays, Menschenmassen und dieses vollkommen überdrehte New Yorker Gewusel.

Ruhe sieht anders aus.

Aber beeindruckend war es allemal.

Chinatown, Brooklyn Bridge und Manhattan von oben

Am Nachmittag ging es weiter Richtung Chinatown, durch dessen Straßen wir noch etwas schlenderten, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zur Brooklyn Bridge machten.

Die Brücke selbst ist schon sehenswert – noch besser ist allerdings der Blick zurück auf Manhattan.

Natürlich wurde entsprechend fotografiert.

Viel fotografiert.

Sehr viel fotografiert.

Denn die Skyline von Manhattan von der Brooklyn-Seite aus gehört einfach zu den Motiven, bei denen man immer noch „nur schnell ein Foto“ machen möchte und anschließend wieder 50 Bilder mehr auf der Speicherkarte hat.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns schließlich noch die Perspektive von ganz oben.

Es ging hinauf auf das One World Trade Center.

Und wir hatten Glück.

Während das Wetter am Morgen noch nicht perfekt gewesen war, präsentierte sich New York am späten Nachmittag plötzlich unter einem nahezu strahlend blauen Himmel.

Von oben lag Manhattan vor uns, eingerahmt von Hudson und East River, mit den Straßenschluchten tief unter uns und den unzähligen Hochhäusern bis zum Horizont.

Ein großartiger Abschluss eines langen und ausgesprochen eindrucksvollen Tages in New York.

Danach ging es zurück über den Hudson zu unserem Stellplatz in New Jersey.

Und während wir am Abend die Füße hochlegten, nahm unsere weitere Reiseplanung bereits wieder eine vollkommen neue Richtung.


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