Paketchaos in Kanada – Amazon und Intelcom

Mit unseren Amazon-Bestellungen lief leider alles schief, was nur schieflaufen konnte. Der für die Auslieferung zuständige Kurierdienst Intelcom schickte zwar pünktlich zum vereinbarten Liefertermin zahlreiche E-Mails, dass sich die Pakete bereits auf dem Zustellfahrzeug befänden und Fahrer oder Fahrerin XY diese bis spätestens 22:00 Uhr ausliefern würden – angekommen ist jedoch nichts.

Am folgenden Tag trafen stattdessen dubiose Benachrichtigungen über angebliche Zustellhindernisse ein. Mehrfach war davon die Rede, unser „Office“ sei nicht besetzt gewesen. Das war besonders ärgerlich, denn wir hatten sowohl unsere Mobiltelefonnummer als auch detaillierte Zustellanweisungen hinterlegt. Der Pförtner des Campgrounds war ausdrücklich angewiesen, sämtliche Pakete in unserem Namen anzunehmen oder den Fahrer direkt bis zu unserem Stellplatz durchzulassen.

Wir passten die Lieferanweisungen mehrfach an und boten dem Zusteller schließlich sogar ein Trinkgeld von 20 CAD für eine erfolgreiche Zustellung an – leider ebenfalls ohne Erfolg. In der Hoffnung, die Sendungen doch noch zu erhalten, verlängerten wir unseren Aufenthalt gleich zweimal um jeweils einen weiteren Tag. Jeden Morgen gab es neue Versprechungen, jeden Abend neue Ausreden: Mal sollte eine Straßensperrung schuld gewesen sein, mal irgendwelche nicht näher bezeichneten Hindernisse.

Am Ende gingen drei von vier Paketen als „unzustellbar“ zurück, während das vierte tatsächlich erst vier Tage nach unserer Abreise über Nacht zugestellt wurde.

Mindestens genauso enttäuschend war der Kundenservice von Amazon. Zwischen Amazon und Intelcom schien es keinerlei funktionierende Kommunikation zu geben. Schließlich behauptete Amazon sogar, das verspätet zugestellte Paket sei vermutlich gestohlen worden. Eine Erstattung des Kaufpreises sollte es nur gegen Vorlage einer polizeilichen Diebstahlsanzeige geben. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns allerdings bereits in den USA. Eine Anzeige vor Ort war damit unmöglich, eine Online-Anzeige wurde leider ebenfalls nicht akzeptiert.

Die eigentlichen Helden dieser Geschichte waren die Mitarbeiter des Marina-Office in Longueuil. Sie kümmerten sich äußerst fürsorglich um das vermeintlich verschwundene Paket, nahmen es nach der verspäteten Zustellung in Empfang und schickten es schließlich in unserem Namen über Canada Post zurück an Amazon. Ohne ihre Hilfe hätten wir den Monitor vermutlich endgültig verloren. Vielen herzlichen Dank nochmals an das gesamte Team!

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