Timberland Campground und Mount Washington

Nach einigen Nächten in den White Mountains legten wir auf dem Timberland Campground einen dreitägigen Zwischenstopp ein. Es tat gut, einmal etwas länger an einem Ort zu bleiben und sich in Ruhe um einige kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am Unimog zu kümmern.

Besonders unser Vitrifrigo-Kühlschrank bereitete uns seit einiger Zeit Sorgen. Das Tiefkühlfach wollte einfach nicht mehr richtig herunterkühlen. Deshalb entschieden wir uns, den Kühlschrank vollständig auszuräumen und für 24 Stunden außer Betrieb zu nehmen. Die Betreiberfamilie des Campgrounds half uns dabei völlig unkompliziert weiter und stellte uns kurzerhand den Kühlschrank ihres Camp-Stores zur Verfügung, damit unsere Lebensmittel während der Abtauphase gekühlt bleiben konnten.

Nach einem vollständigen Abtauen, gründlichen Trocknen und einer sorgfältigen Reinigung nahmen wir den Kühlschrank wieder in Betrieb – und siehe da: Er funktionierte anschließend wieder einwandfrei. Offenbar hatte sich im Kühlsystem so viel Eis gebildet, dass die Luftzirkulation beeinträchtigt war. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die ausgesprochen freundliche Eigentümerfamilie des Timberland Campgrounds für ihre unkomplizierte Hilfe und Gastfreundschaft.

Anschließend führte unsere Route weiter zum Mount Washington, mit 1.917 Metern der höchste Berg im Nordosten der USA und berühmt für seine extremen Wetterbedingungen. Auf seinem Gipfel wurde 1934 mit 372 km/h (231 mph) lange Zeit die höchste jemals direkt gemessene Windgeschwindigkeit der Welt registriert. Noch heute gilt der Berg wegen seiner rasch wechselnden Wetterverhältnisse als einer der unwirtlichsten Orte Nordamerikas.

Eigentlich hatten wir geplant, die legendäre Mount Washington Auto Road bis zum Gipfel hinaufzufahren. Leider dürfen größere Wohnmobile und Lkw – und damit auch unser Unimog – diese Straße aus Sicherheitsgründen nicht befahren. Da die Fernsicht an diesem Tag ohnehin sehr zu wünschen übrig ließ und die Gipfel größtenteils in den Wolken verschwanden, verzichteten wir schließlich auch auf die angebotene Shuttle-Tour. Manchmal ist es einfach besser, einen Ort bei passenderem Wetter noch einmal zu besuchen. Für uns ging die Reise deshalb weiter in Richtung Conway und Cape Cod.

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