
Futter / Food
Zu Beginn unserer Reise hatten wir keine Ahnung, wie wir an Barf Futter gelangen können. Tatsächlich gibt es in Kanada und USA zahlreiche PET Shops, aber nicht alle haben Barf Futter. Im Laufe der Zeit haben wir herausgefunden, wo es das gibt, da allerdings in jedem Bundesland andere Quellen sind, müssen wir uns immer wieder neu orientieren. Und. Wenn wir mal nicht einen Store finden können, geht immer auch der Walmart. Er hat so Riesenwürste, die man locker füttern kann, der Inhalt ist ein bisschen wie Fleischwurst mit etwas Gemüse auf der Grundlage von Hühnchen-Rind- und Schweinefleisch. Ja, tatsächlich gibt es hier Barf mit Schweinefleisch, ich gehe davon aus, dass dann kein Aujeszky Virus sein kann und nach der KI Recherche ist das auch so.
Unsere Hunde sind zufrieden und fressen gut, wie immer.
An der Landesgrenze von Kanada mussten wir alles Barf Futter aus dem Gefrierfach verschenken, ich habe es in einer Tierarztpraxis abgegeben, denn über die Grenze zur USA darf kein rohes Fleisch mitgeführt werden. Den Sack Notfall Trockenfutter haben wir angegeben und das wurde auch akzeptiert.
„Gassi“ gehen / Walking the Dogs
Fahrtage: an diesen Tagen, wo wir Strecke machen, gehen wir eine Runde vor dem Start. Unterwegs halten wir oft an einem Rastplatz, oder, hier in den USA gibt es sehr wenig Rastplätze, da fahren wir kurz runter von der Bahn und halten an einem Feld. Erstaunlicherweise können die Hunde das sehr gut beurteilen, was momentan wichtig ist, denn sie erledigen zügig ihr „Geschäft“, gehen nicht weit weg und kommen sofort wieder zum Fahrzeug, wenn sie fertig sind. Selten kommt es vor, dass andere Hunde in der Nähe sind und sie müssen dann an der Leine bleiben.
Campgrounds: wenn es Plätze sind, wie in staatlichen National Forest z.B., ist man für sich, ähnlich wie beim Wildcampen und kann die Hunde einfach rauslassen, unsere Beiden laufen normalerweise nicht weg. Sind Tiere in der Nähe wie Schafe, muss ich Roxanne an der Leine lassen, sie könnte sonst „jagen“ gehen. Sie ist zwar ruhiger geworden im Laufe der Jahre, trotzdem kann ich ihr nicht ganz vertrauen.
Campingplätze: ganz klar für die Hunde, ich muss an die Leine, das „Geschäft“ wird erst erledigt wenn wir ausserhalb des Platzes sind oder in einem Bereich, der nicht zum Campen benutzt wird, eine Wildwiese oder Waldstück. Bei den meisten Campingplätzen haben wir solche Bereiche vorgefunden. Sollte es einmal sein, dass in gemähten Gras oder auf einem Weg gekackt wird, muss es mit einem Tütchen aufgenommen werden.

Wanderungen und Spaziergänge / Exploring Nature
Trails in Bärengebieten: ausgestattet mit Bärenspray sind diese Trails ein Highlight. Die Hunde sind unterschiedlich, Tila geht immer voraus und bleibt aber bei uns, sie können wir getrost von der Leine lassen. Roxanne, die Jägerin könnte auf die Idee kommen ein Reh oder Hase zu jagen. Hier entscheide ich anhand ihrer Aufmerksamkeit der Umgebung gegenüber ob sie frei, also ohne Leine gehen darf oder angeleint bleiben muss.
Bergwanderungen: Eine besondere Herausforderung für uns alle vier, da die Hunde sehr gefordert sind und wir unsere Trittfestigkeit behalten müssen, ist ein Anleinen nicht nötig und auch nicht sinnvoll.
Spazieren gehen: den allerersten Rundgang, nachdem wir an einem neuen Stellplatz sind, ist den Hunden besonders wichtig. Sie wollen wissen, wo sind wir hier, was gibt es für Gerüche und brauchen diese Inspektionsrunde.



Schlafen und Chillen / Sleeping and Relaxing
Tila: sie liegt am allermeisten in der Sitzgruppe bei uns, auch nachts schläft sie unter unserem Bett. Zwischendurch liegt sie im Durchgang zur Führungskabine oder natürlich bei schönem Wetter draussen auf einer Decke, im Gras oder warmen Sand.
Roxanne: nach jedem Ankommen an einem Stellplatz räumen wir das Führungshaus um und bereiten eine bequeme Liegefläche für Roxanne vor. Dort verbringt sie die Nacht und manchmal chillt sie auch tagsüber dort. Als Liegefläche haben wir ein massgefertigtes, extra dickes Polster, das genau in unseren Durchgang passt und eine massgefertigtes dünnes Polster mit Kunstlederbezug, das wir nachts quer über die Sitze legen. Draußen liegt sie selten, denn alle Art von Fliegen sind ihr ein Dorn im Auge und absolut inakzeptabel.
Während der Fahrt sind alle Kissen zwischen den Sitzen übereinander gelegt und beide Hunde befinden sich in der Mitte. Meist sind sie aufmerksam, sind wir aber auf der Autobahn legen sie sich schlafend ab.
Gesundheit / Health
Keine der Hunde hatte bislang ein ernsthaftes Problem. In der Türkei mussten wir mit Roxanne nach einem Hundebiss von einem Straßenhund, der sich entzündet hatte, zum Tierarzt, an drei Tage hintereinander, für Antibiotika-Spritzen. Das hat gut geklappt. Seitdem lassen wir keinen Hundekontakt zu fremden Hunden mehr zu. Da Roxanne sehr auf Menschen fixiert ist und Tila als ihre Gefährtin Hund genug zu sein scheint, haben wir gelernt jeden Kontakt zu fremden Hunden zu unterbinden.
Kleidung und Decken / Blankets and Bedding
Mäntel: für den Winter haben wir Filzmäntel dabei und für die Beiden auch Regencapes, denn Tila ist empfindlich und nasse Hunde in der Kabine sind nicht prickelnd.
Decken haben wir drei Stück (2 x 1,80 m), simple dünne Filzdecken, sie lassen sich gut verstauen und sind nicht voluminös. Man kann sie mehrfach falten und über die Plätze schlagen, so, dass Polster geschont werden. Auch das Waschen und Trocknen in den Camingplatz Maschinen klappt sehr gut.

Sozialverhalten und im Auto unterwegs / Social Behavior
Fremde Hunde: sehr wiedersprüchliche Verhaltenweisen zeigen sich in Hundebegegnungen. Tila signalisiert lautstark Bedrängnis und Unwohlsein, begegnet sie dem Hund im Freilauf, ist alles in Ordnung, manchmal ist sogar ein Spiel möglich. Roxanne dagegen will grundsätzlich Tila verteidigen, was ja nicht nötig ist und ich muss mit ihr Abstand halten. Ihr ist die Situation unangenehm und sie will weg.
Flug mit Hunden / Flying with Dogs



Voll motiviert bereiteten wir den Transport der Hunde im Flieger nach Kanada vor. Positiv eingestellt, mit selbstgebauter Box, nach IATA-Vorgaben, die wir über Condor herausfanden, gingen wir ans „Boxentraining“. Die geeignete Box für Roxanne gab es nicht zu kaufen. Nach der Türhöhe im Flugzeug, die ja nicht überschritten werden konnte, hätten allerdings noch 5 cm gefehlt über Roxanne’s Kopf. Wir entschieden uns zu riskieren, daß sie eventuell dann nicht im Linienflieger mit uns mitfliegen darf, sondern zu einer Tierspedition gebracht werden muss und in einem separaten Flugzeug nachgereist kommt. Da diese Speditionen allerdings nur in Toronto landen und nicht in Halifax, wo ja unser Unimog im Hafen war, buchten wir Condor dorthin. Es hat alles geklappt, die 5 cm interssierten nicht und wir konnten alle zusammen fliegen. In Toronto allerdings war die Hölle los und wir konnten erst nach Stunden die Hunde in Empfang nehmen. Sie waren doch sehr gestresst und was uns nicht klar war, die Decken in den Boxen waren verrutscht und sie schienen auch kein Wasser bekommen zu haben. Beide Hunde hatten ein bisschen Kot abgesetzt. Aus der Box heraus, vor dem Flughafengebäude und dann ins Leihauto zur ersten Unterkunft waren sie aber zügig wieder relaxed. Hauptsache wieder bei uns 24/7.
