Ausgangslage: Der Plan – und wie er vom Winter überfahren wurde

Reisebeginn: 17.11.2015 Geplantes Ende: voraussichtlich März 2026 Fahrzeug: Expeditionsmobil Unimog U4023
Bisherige Route: Österreich – Slowenien – Kroatien – Bosnien & Herzegowina – Montenegro – Albanien – Griechenland – Türkei
Der ursprüngliche Plan war gut durchdacht. Vielleicht sogar zu gut. Krk, Dubrovnik, längere Aufenthalte, ein langsames Abgleiten in den Süden. Ein Plan, der hervorragend funktioniert – solange der Winter kooperiert.
Er kooperierte nicht.


Stattdessen lieferte er Schnee, Eisregen, Sturm und Starkniederschläge. Und zwar nicht punktuell, sondern hartnäckig, flächendeckend und mit einer Ausdauer, die Respekt abnötigt. Selbst in Griechenland ließ er nicht locker.
Irgendwann stellt sich auf Reisen mit einem Expeditionsfahrzeug eine einfache Frage: Will man Recht behalten – oder angenehm leben?
Wir entschieden uns für Letzteres. Statt weiterhin gegen das Wetter anzufahren, begannen wir, ihm konsequent auszuweichen. Die neue Routenplanung war simpel und ehrlich: Wir suchten Regionen mit mehr als 15 Grad, egal wie. Die Türkei rückte in den Fokus – Izmir, Antalya, Alanya, Mersin.
Der Unimog kommentierte diese strategische Neuausrichtung nicht. Er ist kein Freund langer Diskussionen. Er fährt, wenn man ihn lässt – und merkt sich, wie man mit ihm umgeht.


