Eine erste, vorsichtige Belastungsprobe gönnten wir unserem Mog bei einer Bergüberfahrt nahe Yeşilovacık. Um die drei ursprünglich anvisierten Buchten auf der Halbinsel Ovacık Burnu zu erreichen, mussten Steigungen von 10 bis 15 Prozent überwunden werden – auf kurzer Strecke überwanden wir über 500 Höhenmeter.
Der Blick auf die Instrumente blieb aufmerksam, fast misstrauisch. Doch der Unimog arbeitete ruhig und gleichmäßig, als hätte es die vergangenen Tage nie gegeben. Temperatur und Leistung blieben stabil – ein erstes leises Aufatmen.



Die geplanten Buchten selbst erwiesen sich allerdings als privatisiert und geschützt. Also ging es weiter, immer entlang des Meeresufers, über rund 15 Kilometer Offroadpiste. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hatte es diese Strecke in sich: ausgewaschene Passagen, tiefe Rinnen, weicher Untergrund. Genau die Art von Weg, die man nicht sucht – aber irgendwann akzeptiert.
Steigungen und Offroadpassagen meisterten wir, beziehungsweise vor allem der Mog, mit Bravour. Kein Drama, kein Zögern. Am Ende erreichten wir eine schöne, ruhige Bucht gegenüber der kleinen Insel Dana Adası.



Der Tag endete so, wie er begonnen hatte: ruhig.
Am Abend belohnten wir uns mit einem selbstgekochten Menü, saßen draußen, hörten das Meer – und genossen das Gefühl, dass Vertrauen langsam zurückkehrt.
