Fethiye, Kabak und der schmale Grat zwischen Abenteuer und Unsinn

…. wenn Technik beschließt, Teil der Reise zu werden

Je näher wir Fethiye kamen, desto perfekter wurde die Kulisse – und desto eingeschränkter der Zugang. Traumstrände, Lagunen, türkisfarbenes Wasser. Und fast alles eingezäunt, privatisiert, bewacht.

Der staatliche Kidrak Beach war wegen Winterarbeiten geschlossen. Also weiter. Der berühmte Kabak Beach schien noch erreichbar – zumindest auf der Karte.

Die letzten Kilometer führten über ausgewaschene, schmale Wege. Häuser, Laternen, Stromleitungen – alles schien zu nah. Der Unimog bewegte sich in Zentimetern. Unten angekommen die Ernüchterung: Privatgelände. Der Strand bewusst für Fahrzeuge gesperrt.

Also sofortiger Rückzug.

Beim Wiederaufstieg von Kabak dann der Moment, der jede Reise verändert:
Ein großer Kühlwasserschlauch rutschte vom Stutzen. Innerhalb von Sekunden verloren wir über 20 Liter Kühlwasser.

ausgleichsbehälter 1

Wir fanden ein kleines Plateau, stellten den Motor ab und ließen alles abkühlen. Reparatur am nächsten Morgen – und dann die eigentliche Herausforderung: Ein Unimog-Kühlsystem mit 36 Litern Volumen wieder korrekt zu befüllen und zu entlüften.

Theorie und Praxis erwiesen sich erneut als entfernte Bekannte. Geduld wurde zur wichtigsten Ressource.

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