Haci Beach: Ruhe, Wasser und das Gefühl von Ankommen

Haci Beach ist der hintere, ruhige Teil eines etwa 20 Kilometer langen Strandes, der sich entlang der Stadt Kumluca zieht. Während der vordere Bereich städtisch geprägt ist, findet man hier Weite, Ruhe und erstaunlich viel Ursprünglichkeit.

Viele Türken stehen hier frei – manche für ein paar Tage, andere offenbar dauerhaft. Vom Wohnwagen über Vans bis zu großen LKWs ist alles vertreten. Niemand stört sich daran, jeder grüßt, man lässt sich Platz.

Das Wasser ist glasklar, der Strand nahezu sauber – eine Ausnahme an wilden Stränden in der Türkei. Täglich stehen zwei Fischer im Wasser und angeln buchstäblich aus der Hand. Und sie sind erfolgreich.

Abends, wenn das Licht weicher wird, ziehen Delfinschulen dicht am Strand vorbei. Möwen begleiten sie aus der Luft, und man sitzt im Sand, schaut hinaus und merkt, wie sich langsam alles entspannt.

Der Unimog steht ruhig da. Keine Warnmeldungen. Keine Tropfen. Als hätte er beschlossen, für den Moment einfach wieder Fahrzeug zu sein – und nicht Lehrmeister.

Zwischenbilanz

Nach all dem bleibt vor allem eines hängen:
Reisen mit einem Expeditionsfahrzeug bedeutet nicht, Probleme zu vermeiden, sondern mit ihnen umzugehen. Der Unimog ist dabei kein Werkzeug, sondern ein Partner – einer mit Charakter, Eigenheiten und einem ziemlich guten Gedächtnis.

Und während abends die Delfine vorbeiziehen, denkt man unweigerlich:
Ja, genau deshalb machen wir das.

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