Von der Küste aus ging es nun endgültig ins Landesinnere. Über Mersin und Tarsus nahmen wir Kurs auf die Panoramastraße D750, eine Route, die ihrem Namen alle Ehre macht – und zugleich deutlich machte, dass der Winter hier oben längst das Kommando übernommen hatte.


Zwei Nächte verbrachten wir in den Bergen an einem kleinen Stausee am Karageçit Çayı. Abgeschieden, ruhig, kalt. Die Temperaturen fielen, die Landschaft wurde karger, und der Unimog begann, wieder das zu tun, wofür er gebaut wurde: arbeiten, ohne Aufhebens.


Höhe, Schnee und die erste echte Kälte
Weiter ging es über Pozantı – und jetzt wurde es ernst. Immer wieder überschritten wir die 2000-Meter-Marke, die Schneegrenze lag bereits bei etwa 1200 Metern. Weiße Flächen, vereiste Schattenpassagen, plötzliche Temperaturwechsel. Die Küste war endgültig Vergangenheit.




Mehrere Nächte standen wir allein an einem abgelegenen See in der Nähe von Akköy. Niemand sonst, nur Schnee, Frost und Stille. Hier testeten wir unser Setup unter winterlichen Bedingungen: Heizung, Wasser, Elektrik – alles lief stabil. Bis zum 17. Januar blieben wir dort, ganz bewusst, um Ruhe zu haben und Vertrauen aufzubauen.






