Kappadokien von oben – und der Preis der Kälte

Am 20. Januar erfüllten wir uns einen lange gehegten Wunsch: eine Ballonfahrt im Morgengrauen über Kappadokien. Bei minus 15 Grad trafen wir uns noch in der Dunkelheit. Ein kleines Frühstück half mehr der Moral als der Wärme, während im Hintergrund bereits die Brenner der Ballons zischten und langsam Licht in die Landschaft brachten.

Mit dem ersten Aufsteigen öffnete sich der Blick: verschneite Täler, bizarre Felsformationen, gedämpfte Farben, absolute Stille. Kappadokien von oben ist keine spektakuläre Show, sondern ein ruhiges Staunen. Wir genossen jeden einzelnen Moment – wissend, dass solche Augenblicke selten sind und sich nicht wiederholen lassen.

Nach der Landung folgten, ganz traditionell, Champagner und kleine Häppchen. Ein schöner, fast surrealer Abschluss für ein Erlebnis, das sich wie außerhalb der Zeit anfühlte.

Für unsere ohnehin leicht angeschlagene Gesundheit war der mehrstündige Aufenthalt in der Eiseskälte allerdings eine klare Überforderung. In den Tagen danach erwischte es uns richtig. Erkältung wurde zu Krankheit, Aktivität zu Ruhe. Der Reisealltag reduzierte sich erneut auf das Wesentliche: warm bleiben, auskurieren, warten.

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