Richtung Kappadokien: Winter auf der Anfahrt

Dann ging es weiter – bei Schnee und Eis – Richtung Kappadokien. Schon auf der Anfahrt tauchten die ersten bekannten Formen der Region auf: bizarre Felsformationen, die wie zufällig aus der Landschaft wachsen. Göreme ließ bereits erahnen, was uns erwartete – allerdings in einer Version, die man selten sieht: verschneit, ruhig, fast menschenleer.

Doch der Winter meinte es ernst. Zahlreiche Straßen waren gesperrt, Temperaturen von –15 Grad keine Seltenheit. Sämtliche ganzjährig betriebenen Wintercampingplätze waren entweder wegen der Schneemassen geschlossen oder schlicht nicht erreichbar.

Die Frage stand plötzlich sehr konkret im Raum:
Wo können wir das Wetter abwettern?

Auf der Suche nach einem Platz – und ein Umweg ins Nichts

Nach vielen Telefonaten bot sich schließlich eine Möglichkeit: ein Camp in einem Wintersportgebiet bei Kayseri. Klingt gut – bedeutete allerdings über 80 Kilometer Anfahrt. Was uns nicht bewusst war: Die „schwierige Anfahrt“ bedeutete, auf 2800 Meter Höhe zu steigen.

Bei –15 Grad, durch Wolken, im Schnee, auf zunehmend vereisten Straßen. Konzentration, langsames Vorankommen, keine Fehler. Nach mehreren Versuchen, den Zugang zum Camp zu finden, kam im nächsten Telefonat die ernüchternde Erkenntnis: Das Gelände sei nur fußläufig erreichbar – ein Camp, aber kein Campingplatz.

Also alles wieder zurück.

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