
Nach drei ruhigen Tagen in Alexandroupolis, einer Stadt, die irgendwo zwischen Aufbruch und Gelassenheit pendelt, ging es bei Ipsala über die Grenze in die Türkei. Grenzübertritte sind immer kleine Rituale: Papiere, Blicke, Stempel, Warten. Dann ist man plötzlich woanders.
Kurz darauf rollten wir über die Çanakkale-Brücke – ein beeindruckendes Bauwerk, das Europa und Asien verbindet. Für uns war es mehr als nur eine Brücke: ein gefühlter Übergang. Neues Land, neue Sprache, andere Rhythmen. Und irgendwo darunter die Dardanellen, die Geschichte atmen.
Europa lag hinter uns. Asien vor uns.
Der Unimog rollte stoisch weiter, als hätte er schon ganz andere Kontinente gesehen.
