Am folgenden Tag setzten wir unsere Reise fort – auf eigenes Risiko. Die Diagnose aus der Werkstatt war bestenfalls vorsichtig optimistisch, doch Stillstand war für uns keine Option. Also ging es weiter Richtung Manavgat.
Kurz vor Side fanden wir einen riesigen, weitläufigen und überraschend sauberen Strand. Zwischen Denizkent und Kısalar, direkt unterhalb des kleinen Dorfes Perakende, liegt ein alter, unscheinbarer Hafen. Etwa einen Kilometer südlich davon standen wir herrlich frei – mit viel Platz, Blick aufs Meer und genau der Ruhe, die wir nach den vergangenen Tagen dringend brauchten.






Hier trafen wir Stewart und Charlotte aus Schottland, genauer gesagt von den Orkney-Inseln. Die beiden waren mit einem alten Mercedes 1113 Rundhauber unterwegs – ein Fahrzeug mit Geschichte und Charakter. Ihr Lebensrhythmus ist ebenso klar wie beneidenswert: ein halbes Jahr reisen, ein halbes Jahr arbeiten. Dazwischen liegen unzählige Länder, Erlebnisse und Geschichten.


Sie hatten bereits große Teile der Welt gesehen, und an Stoff für Erzählungen mangelte es entsprechend nicht. Abende vergingen mit Gesprächen über Straßen, Menschen, Pannen und Glücksmomente – jene Art von Austausch, die nur unterwegs entsteht und sich kaum planen lässt.
Die Tage am Strand waren ruhig. Diese website erstellen, Spazierengehen, Nichtstun. Zum ersten Mal seit Antalya hatten wir Zeit, wirklich durchzuatmen und unsere Entscheidung, weiterzureisen, in Ruhe zu überdenken. Der Unimog stand still, das Meer war ruhig – und für einen Moment fühlte sich alles wieder leicht an.
